Posen, 2010-2011 und 2018-2019













Eine Found-Footage-Arbeit: Amateur-Dias der frühen 1950er- bis Ende der 1970er-Jahre aus meiner Sammlung. Scans ohne Farb-, Tonwertkorrektur und Retusche. Freisteller der Personen, deren Positionen und Größen unverändert bleiben. Einfärbung aller anderen Pixel entsprechend ihres gemeinsamen Durchschnittswertes.

Eine Untersuchung fotografischer Erinnerungsbilder: Der Posen, Haltungen und Gesten. Der Farbigkeiten, Helligkeiten und Kontraste. Des fotografischen Korns. Der Artefakte und Spuren des Alters wie Kratzer und Unschärfen. – Wer sind die abgebildeten Menschen, wer fotografiert, was erzeugt diese Farbigkeit, wie fühlte sich dieser Moment an? Und: Wann, wo, warum…?
Eine berührende Befragung des Vergangenen und Vergänglichen mit Poesie, Melancholie und Humor. Dazu Assoziationen und Spekulationen über (vermeintliche) Bedeutungen und Erinnerungen, die manchmal fast schon zu Halluzinationen über die Wirklichkeit führen.

Eine künstlerische Arbeit, in deren Rahmen ehemals private Bilder in neuem Kontext öffentlich werden und so auch auf Parallelen zu aktuellen Themen im Spektrum von Selbstinszenierung und dem Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit verweisen.

Präsentationsentwurf (Mockup), 2019